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 SA-Dakar: Peinlicher Fehler beim "Emilie Poucan" Dakar-Fotowettbewerb
Wie auf vielen Rallys hatte auch der Dakar-Veranstalter ASO einen Fotowettbewerb für das beste Pressefoto 2011 ausgeschrieben. In Erinnerung an die 2010 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommene Dakar-Pressechefin Emilie Poucan wurde der Fotografen-Preis auch nach ihr benannt.
Vor wenigen Tagen wurde der Sieger bekannt gegeben: Der Franzose Stéphane Mantey gewann den Titel mit einem aus einem Hubschrauber aufgenommenen Motorrad-Piloten. Verwunderlich: Mantey arbeitet nicht nur für die Haus-eigene Postille "L´Equipe", sondern gewann auch schon den Wettbewerb bei der ebenfalls von der ASO veranstalteten "Tour de France".
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt: Indirekter ASO-Fotograf gewinnt zum zweiten mal einen Wettbewerb einer ASO-Veranstaltung - mit einem eigentlich recht durchschnittlichen Foto.
Nun rudert die ASO zurück. Wie der Veranstalter bekanntgab, hatte der Fotograf noch nicht einmal einen Teilnehmer der Rally fotografiert, sondern "irgendein" Motorrad. Laut Wettbewerbs-Regeln müssen ein oder mehrere Teilnehmer der Rally auf dem Bild vertreten sein.
Aus diesem Grund wurde Mantey der Preis aberkannt und dem zweitplatzierten Fotografen Francois Flamand zugeschrieben. Doch auch diese Ehrung ist pikant, denn Flamand arbeitet für die Agentur DPPI: Die gilt als "Haus & Hof"-Agentur der ASO mit Sonderrechten auf der Dakar, wie sie kaum anderen Fotografen zugestanden bekommen. Von fairen Verhältnisssen kann also keine Rede sein.
Zum Vergleich: Der "Pharaonen Rally"-Veranstalter JVD schrieb ebenfalls einen Wettbewerb aus, untersagte aber z.B. Fotos aus Helikoptern, da diese automatisch immer interessanter sind.
2011/01/27 | 22:13 CET | ARTICLE: MR/SY


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