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 SA-Dakar Rally: Nani Roma - "Zeitweise gegen die Hummer keine Chance".
Es war eine der längsten Etappen der diesjährigen Dakar und nach den 477 Kilometern gegen die Uhr jubelten Nani Roma (ESP) und Michel Périn (FRA) im gelben Monster Energy Mini All44 Racing über ihren zweiten Tagessieg. Der Pole Krzysztof Holowczyc und sein belgischer Co-Pilot Jean-Marc Fortin erreichten den dritten Rang hinter Robby Gordon.
Besonders der erste Streckenteil mit vielen technischen Passagen kam zunächst dem Mini entgegen. Zum Ende hin war der Hummer mit seinem deutlich grösseren Federweg klar im Vorteil. "Es war zum Schluss wie ein Highway", erklärt Roma. "Es ging 30 km gradeaus, eine Kurve, 40 km geradeaus, Kurve und wieder Vollgas. Da hatten wir gegen den Hummer keine Chance."
Der Hummer ist nach amerikanischen Reglement gebaut, dass diese technischen Vorteile ermöglicht und fährt damit in der Open class-Wertung, die es Fahrzeugen aus den USA ermöglicht, an der Dakar teilzunehmen. Die X-raid Mini hingegen sind nach dem FIA T1 Reglementgebaut und unterliegen damit anderen Vorgaben. Die grenzen zum Beispiel den Federweg deutlich ein.
Roma lauerte zu Beginn der Prüfung noch auf dem zweiten Rang hinter Gordon übernahm dann aber nach rund der Hälfte die Führung und konnte einen guten Vorsprung auf den US-Amerikaner ausbauen. Den brauchte er auch für den letzten schnellen Streckenteil und mit einem Vorsprung von fünf Sekunden rettete er sein zweiten Etappensieg ins Ziel. "Ich bin schon glücklich, heute wieder gewonnen zu haben", so der Katalane. "Ab jetzt heisst es für mich ruhig zu bleiben und meinen Fahrstil weiter beizubehalten."
Auch bei Holowczyc und Fortin verlief die Prüfung ohne grössere Probleme. Doch dann überholte sie rund 30 Kilometer vor Ende Nasser Al Attiyah im Hummer ohne Vorwarnung durch das Sentinel-System. "Das war eine denkbar schlechte Stelle", so Co-Pilot Fortin. "Er hat uns enorm viel Sand und Steine auf die Windschutzscheibe geschleudert und wir mussten vom Gas gehen. Das hat uns sicherlich nochmal rund 40 Sekunden gekostet."
Pech zum Schluss hatte Peterhansel - auf den letzten Kilometern musste er einen platten Reifen auswechseln. Damit büsste er rund drei Minuten auf seine Konkurrenten ein. "Die Strecke war sehr steinig und ich bin schon sehr vorsichtig gefahren", so der Franzose. "Aber dann hatten wir doch noch einen Platten." Trotz des Zeitverlustes führ Peterhansel noch in der Gesamtwertung. "Der Sieg ist immer noch oberstes Ziel", so Peterhansel bestimmt. "Es wird sicherlich nicht einfach den geringen Abstand zu verwalten."
Das Duo Novitskiy / Schulz musste gleich zwei Mal aus ihrem Mini aussteigen, um einen platten Reifen zu wechseln. "Wir haben beide Male einen Stein erwischt, die aber schlecht zu sehen waren", berichtet Co-Pilot Schulz. "Der zweite muss tief im Sand gewesen sein, da war sogar die Felge kaputtgegangen." Auch die beiden Portugiesen Dos Santos und Fiuza hatten mit Reifenschäden zu kämpfen. "Wir hatten zwei Platten und komischerweise beide hinten links", erzählt Dos Santos. "Danach haben wir Speed rausgenommen."
Der Chilene Boris Garafulic arbeitet sich zusammen mit seinem französischen Co-Piloten Gilles Picard im BMW X3CC in der Gesamtwertung immer weiter nach vorne. Die heutige Etappe beendeten sie auf dem 13. Rang, den sie nun auch im Gesamtstand inne haben.
"Wir haben den gesamten Tag über vielleicht vier andere Autos gesehen, ansonsten waren wir komplett alleine", berichtet der Chile von seiner Etappe. "Zum Glück hatten wir keinen Platten und sind auch sonst gut durchgekommen. Ich denke, wenn wir so weitermachen, können wir die Top 10 erreichen."
Die zwei Russen Alexander Mironenko und Sergey Lebedev brachten den BUER BMW X3 CC auf dem 16. Platz ins Ziel Das deutsche Duo Stephan Schott und Holm Schmidt wurden im KS Tools BMW X3 CC 35.
2012/01/10 | 15:04 CET | ARTICLE: MR/SY/XRAID






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