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 SA-Dakar Rally: Sieg für Despres bei Bikes, neue Führung, Goncalves Podium.
Es war ein Tag, wie ihn die Dakar in ihrer Geschichte wohl noch nicht erlebt hat. Manch einer sprach im Biwak vom "Erzberg" der Dakar. Es ging über extreme Steinpassagen, und die Navigation war ausgesprochen diffizil.
Der Franzose Cyril Despres (KTM) hat die gestrige Etappe von San Rafael nach San Juan über 270 km Wertung (für die Motorräder) und 291 Kilometer Überführung in 03:48:38 Stunden vor Frans Verhoeven (Holland, Sherco, +8:37) und dem Portugiesen Paulo Goncalves (Husqvarna, +8:39) für sich entscheiden können.
Der mehrfache Dakar-Sieger Despres profitierte dabei von einem Navigationsfehler des Titelverteidigers Marc Coma, der in der Gesamtwertung über 10 Minuten auf Despres verlor und nun auf Platz 2 hinter Despres und +17:16 Minuten vor dem Überraschungs-Drittplatzierten David Casteu (Frankreich, Yamaha) liegt.
Gute Nachrichten auch bei den deutschsprachigen Fahrern. Jan Vesely aus Frankfurt/Main platzierte seine Yamaha auf Pos. 53 (+01:05:02 Stunden), liegt nun auf Platz 84 Gesamt (+03:02:29). Daniel Schröder schaffte es mit seiner KTM in der Tageswertung auf Platz 78 (+01:27:25), liegt als bester Deutsch-sprachiger auf Platz 53 Gesamt (+02:06:23). Ferdinand Kreidl (KTM) aus Österreich machte mit Platz 114 in der Stage (+02:06:44) Platz 104 in der Gesamtwertung fix (+04:31:38).
Gute Nachrichten auch aus dem deutschen Speedbrain Husqvarna-Team: Erneut schaffte man es auf das Podium der Tageswertung. Der Portugiese Paulo Goncalves holte am Ende den dritten Platz des Tages, nur zwei Sekunden hinter dem Zweiten und machte dabei in der Gesamtwertung einen grossen Satz nach vorne auf Rang 7.
Richtig etwas vorgenommen hatte sich auch der bislang stärkste Fahrer des Teams, Joan Barreda. Er klemmte sich an das Hinterrad des bis dato Führenden Marc Coma. Nach 20 Kilometern stürzte er allerdings, rappelte sich auf und kämpfte sich mit verbogener Navigation wieder heran. Wieder folgte er seinem spanischen Landsmann. Und dann ereilte ihn das Pech: Nur wenige Kilometer vor dem Ziel sprang ihm die Kette herunter und verklemmte sich. Bei der Reparatur ließ er viel Zeit auf der Strecke und verlor auf den Tagessieger Depres 41 Minuten.
Ze Helio lieferte einen grundsoliden Job ab und platzierte sich bei dieser technisch sehr anspruchsvollen Prüfung wieder in den Top-20ern. "So einen Tag habe ich bei einer Rally noch nie erlebt", so der Brasilianer. "Das war wirklich extrem und technisch das härteste, was mir bislang unter die Räder gekommen ist."
Der vierte Teamfahrer Jose Manuel Pellicer spulte auch an diesem Tag sein Programm sauber ab und platzierte sich unter den Top-30. Unglücklich lief es allerdings für Ike Klaumann. Der sympathische Brasilianer erwischte in dem extremen Geläuf einen Stein und stürzte schwer übers Vorderrad. Dabei verletzte er sich und musste aufgeben.
Mittwoch steht wieder eine lange und anspruchsvolle Etappe mit vielen Tücken auf dem Programm. Es geht auf 424 Kilometern Verbindung und 326 Kilometern Spezialtest durch die atemberaubende Kulisse der Rioja-Schluchten. Hier wird insbesondere die Orientierung gefragt sein.
2012/01/04 | 12:03 CET | ARTICLE: MR/SY/HS/SPEEDBRAIN






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