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 Silk Way Rally: Die SS5 nach Stavropol mit Ärger und Jubel für die Deutschen.
Bevor wir zur Beschreibung des 5. Rallytages von Astrakhan nach Stavropol kommen, die schlechte Nachricht zuerst. Für Oliver Koepp und Jörg Sand ist ihr hervorragender Einsatz auf der Rally leider vorzeitig beendet. Ähnlich wie beim Überschlag von Stefanie Manns und Benjamin Zirbus flog auch das Münchener/Kölner Duo von der Strecke und beschädigte den Wagen so schwer, das man nicht mehr weiterfahren konnte. Beide blieben zum Glück unverletzt.
"In einer Linkskurve hat es die beiden ausgehebelt, sie haben sich über die Haube gerollt und blieben auf der Beifahrerseite liegen" heisst es aus Russland. Dabei wurden die Türen, die Scheibe und die Haube des Lennson CC beschädigt, vorne wurde der Ölkühler zerstört. Der Servicetruck holte das Fahrzeug aus der Strecke.
Für das deutsche Duo war es bereits die zweite Silk Way Rally. So gut wie in diesem Jahr waren weder sie noch ein Lennson auf einer FIA-Veranstaltung unterwegs. Tapfer kämpfte man sich durch die Etappen, nie zu schnell und nie zu langsam, fuhr sich bis auf die 13. Position in der Gesamtwertung hoch. Das Auto hielt bis auf Kleinigkeiten perfekt, vor allem im schweren Gelände und im Sand (Lennson-Premiere!) ging das Auto nach Aussagen von Jörg Sand sehr gut.
Bei den Trucks durften sich die deutschen Teams heute auf die Schultern klopfen. Franz Echter im grossen MAN fuhr in der Tageswertung auf Platz 2 hinter Firdaus Kabirov im Kamaz, liegt damit in der Gesamtwertung auf Platz 5 mit 02:52:21 Stunden Rückstand auf den Gesamt-Führenden Kabirov. Auch Ales Loprais ím Tatra holte weiter auf, liegt nur noch 52:08 Minuten hinter Kabirov auf Platz 2.
Auch Matthias Behringer im "HS Rally Team" MAN hatte einen guten Tag, kam mit 40:27 Minuten Rückstand auf Platz 7 der Tageswertung und konnte sich so auf einen hervorragenden 11. Platz vorarbeiten, Thilo Süptitz und seine Co´s erreichten die 21. Position, damt liegt man auf Platz 23 in der Gesamtwertung.
Bei den Pkw führte heute zwischenzeitlich der Nissan Navara des Russen Zheludov, nachdem der eigentliche Tagessieger Kristof Holowczyc erst schonender fuhr (erst nach einem Überholmanöver des Russen wieder Gas gab), zudem einen Reifenschaden hatte und Stéphane Peterhansel eine Zwangspause wegen Problemen am Mini einlegen musste.
Doch Zheludov hatte Pech, verfuhr sich nach Problemen seines GPS-Gerätes an der Spitze, bekam Angst die Strecke zu verlassen und nahm Gas raus. Mit Hilfe des Iritracks fand er auf die Strecke zurück, schloss sich dann aber weiteren Teilnehmern an. 37 Minuten kostete die Aktion, eventueller Tagessieg futsch und am Ende nur Platz 5. In der Gesamtwertung liegt man weiterhin auf Platz 3. So wurde es erneut ein Dreifachsieg für X-raid: Holowczyc vor Peterhansel und Mironenko.
Am Freitag werden zwei Etappen nach Maykop gefahren. Nach einer Überführung von 36 Kilometern warten 113 Km in Wertung auf die Teilnehmer. Nach einer weiteren Überführung geht es dann in den zweiten Teil. Weite, offene Graslandschaften wechseln sich dabei mit engen Passagen ab.
2011/07/14 | 19:20 CET | ARTICLE: MR/SY/HS


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