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 Silk Way Rally: Kahle/Schünemann die "Sieger der Herzen" in Russland.
Wer hätte das gedacht: Auf der "Silk Way Rally" in Russland haben die beiden Deutschen Matthias Kahle und Dr. Thomas Schünemann die Rally bei den konkurrenzfähigen Fahrzeugen gewonnen. Sie entschieden die Rally am letzten Tag mit 23:32:11 Stunden Gesamt und 06:50:09 Stunden hinter dem besten Volkswagen Race Touareg.
Zweitbestes Team wurde das russische Duo Dzhepaev/Kuzmich auf einem UAZ (!) mit 26:54:28 Stunden vor den Franzosen Chavigny/Brucy im Derssoude Nissan Pathfinder (26:54:50).
Gesamtsieger bei den Pkw und somit Gewinner des internen Volkswagen Duelles wurden die Spanier Carlos Sainz und Lucas Cruiz Senra vor Nasser Saleh Al Attiyah/Timo Gottschalk und Mark Miller/Ralph Pitchford. VW hatte die Rally als grossen Test angesehen, fuhr mangels Interesse des Wettbewerbes alleine an der Spitze und gewann letztlich verdient.
Ähnlich lief es bei den Trucks. Kamaz kam, sah und siegte - wie angekündigt. Das blaue Intern-Duell und somit den Gesamtsieg holte der Nikolaev-Kamaz vor Chagin und Kabirov.
Hinter den Kamaz blieb es spannend - Echter im MAN oder Loprais im Tatra? Das Rennen machte schliesslich der Tscheche Alex Loprais, nur knapp 8 Minuten vor Franz Echter im MAN - übrigens ein komplett neues Fahrzeug auf MAN SX-Basis. Dritter Truck wurde ein vierter Kamaz des Teams Karginov/Ardavichus/Devyatkjin. Der deutsche HS Rally Team Servicetruck von Matthias Behringer fuhr ebenfalls ein klasse Rennen, mit 05:38:34 Rückstand kam man auf Platz 7 ins Ziel.
Bleibt ein fader Beigeschmack einer aussergewöhnlichen Rally. Volkswagen und Kamaz haben eine grandiose Leistung hingelegt wie alle anderen Teams auch, auch wenn Kamaz zu den Veranstaltern zählt. Einer dürfte jedoch der ganz grosse Gewinner sein: Red Bull. Nahezu 90 Prozent aller Video-Minuten der ASO wurden den blauen Teams gewidmet - das ist PR-Technisch kaum in Gold aufzuwiegen.
Wir entschuldigen uns, wenn wir kaum über die Rally berichtet haben - aber wir haben mit der "Balkan Offroad" Rally und aktuell der "Australasian Safari Rally" zwei andere Veranstaltungen im Programm bei denen Eines NICHT im Vorderung steht: Die pure Vermarktung des Sportes mit gigantischen Summen. Das ist uns ehrlich gesagt lieber, denn Werbefernsehen bekommen Sie schon genug zu sehen.
2010/09/20 | 11:41 CET | EDITOR: MR/HS


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