

|

 Silk Way Rally: Stage 2 brachte Schlamm und Wüste - Lennson Freud & Leid.
Die zweite Etappe der Silk Way Rally 2011 ist vollbracht - und sorgte wie am Sonntag erneut für Überraschungen. Von Lipetsk ging es heute über 484 Kilometer in Wertung und 850 Kilometer insgesamt nach Volgograd. Der Tag brachte Abwechslung: Es begann nass und schlammig wie am Sonntag, dann kamen die ersten Dünen, Sand und Hitze - einmalig.
Die Tageswertung bei den Pkw machten nach ihrem Pech am Vortag Stéphane Peterhansel und Jean-Paul Cottret im X-raid Mini mit 05:34:46 Stunden klar - überhaupt war es "der" Tag für X-raid. Kristof Holowczyc aus Polen fuhr mit 12:09 Minuten Rückstand Platz 2 vor Christian Lavieille (Dessoude Buggy, +48:99) und den X-raid Newbees Alexander Mironenko und Sergey Lebedev (u.A. Veranstalter der "Northern Forest Baja") mit 53:34 Minuten Rückstand.
In der Gesamtwertung führt nun Holowczyc mit 53:23 Minuten Vorsprung vor Lavieille (Dessoude) und Mironenko (X-raid, +56:06).
Freud und Leid gibt es von den deutschen Lennson CC Crews. Die schlechte Nachricht zuerst: Die relativ unerfahrenen "Newbees" Stefanie Manns und Benjamin Zirbus überschlugen sich gleich auf der ersten Etappe mit ihrem neuen Lennson CC - für beide ist es die erste "richtige" Marathonrally.
Zum Glück blieben beide unverletzt - und auch das Auto wäre entgegen ersten Berichten reparabel gewesen. Das Team von Oliver Koepp hätte in einer Nacht-Aktion das (Konkurrenz-)Auto wieder reparieren können - doch es kam sowieso anders: Manns/Zirbus wurden disqualifiziert - sie hatten die Strecke während der Rally verlassen.
Die "Profis" Oliver Koepp und Jörg Sand waren hingegen gut dabei - und kamen heute sensationell ins Ziel. "Am Sonntag haben wir viel Zeit verloren. Wir mussten GFK-Teile abbauen, weil sie voll Schlamm waren" berichtet Jörg Sand aus Russland. "Die haben wir erst selbt mitgeschleppt, dann einem Lumpensammler mitgegeben. An Speed war aber nicht mehr zu denken - es war fast wie auf der Breslau Rally."
Heute zeigten beide, was in ihnen und im Lennson CC steckt. Platz 15 in der Tageswertung - und ein sensationeller Platz 16 in der Gesamtwertung. "Heute lief es super" berichtet Sand. "Vor allem im Sand konnten wir punkten, dann kam noch eine Speedetappe. Heute hatten wir bis zu 165 km/h drauf und haben uns ein langes Duell mit Altmeister Thierry Magnaldi (erster Start seit Jahren) geleistet. Der ist wie ein Wahnsinniger gefahren."
Bei Matthias Kahle und Dr. Thomas Schünemann hielt das Pech an. Nach Motorproblemen mussten beide erneut die Hilfe ihres T4-Racetrucks in Anspruch nehmen. Die Piloten stellten den Buggy nach 310 Kilometern ab, die restlichen 150 Kilometer wurden sie von Racetruck-Pilot Mathias Behringer ins Ziel geschleppt. Dadurch haben Kahle/Schünemann weitere drei Stunden auf die Spitze eingebüsst. Kurioserweise dürften sie im Gesamtklassement trotz der Schwierigkeiten einige Plätze aufgeholt haben.
2011/07/11 | 18:09 CET | ARTICLE: MR/SY/HS


|

|