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TORC 2007: Action und Spannung - doch zum Auftakt eine Nummer zu gross







Ähnlich wie vor den "German Offroad Masters" (GORM) sah man mit Spannung auf den Start des 1. "Truck Offroad Cup" (TORC) - quasi dem Gegenstück zur GORM, aber nicht nur eine Nummer grösser. Statt des beschaulichen Camp4Fun am Nürburgring wählte man für den Auftakt das Olympiastadion in München, statt auf Pkw setzte man bei der TORC auf grosse Trucks, statt auf hunderte Zuschauer erhoffte man Tausende. Um es vorweg zu nehmen - der erwartete Ansturm auf die Veranstaltung blieb aus, doch aus sportlicher Sicht war die TORC ein spannender Event.

Mit der ersten TORC hatten die hauptsächlich russischen Veranstalter Grosses vor: "Think Big" war der Ansatz. "Die Idee war, eine neue grosse Motorsportart ins Leben zu rufen, die nicht nur den Teilnehmern zusagt, sondern vor allem als besonderer Zuschauerevent gedacht ist" so einer der Veranstalter. Als Vorbild nahm man sich US-amerikanische Veranstaltungen wie die berühmten "Monster-Truck"-Events oder erfolgreiche deutsche Stadionveranstaltungen wie "Motorrad-Freestyle" - hier bejubeln zig-Tausende in einer Art "andauernden Gross-Party" die Akteure. Entsprechend wurde geklotzt statt gekleckert.

Über Tage hinweg verlegte eine Heerschar an Mitarbeitern (unter Leitung von "Rallytrail Germany"-Spezi Heiko Weber) tausende "Plastikkekse" (kleine Plastikplatten als Schutz für den Stadionrasen), karrte 3.000 Tonnen Kies mit mehreren Sattelschleppern in das Stadion, schaffte Container, Betonplatten, Baggerschaufeln, Baggerbrücken, Auflieger und Baumstämme heran, um damit mit Zuhilfenahme von zahlreichen Baggern und anderem schweren Gerät mitten im Olympiastadion einen künstlichen Offroadparcours mit Sprunghügeln, Trialpassagen, Rampen und Highspeed-Einheiten zu schaffen.

"Wir haben den gesamten Parcours testweise schon einmal in der Nähe von Berlin aufgebaut, um zu schauen, was und wie etwas überhaupt umgesetzt werden kann" berichtet Weber. Trotz wesentlich schwierigerer Umstände gelang der Parcoursbau auf dem empfindlichen Grün in München. "Es war ein sehr harter Job, zudem gab es eine Menge Auflagen im Stadion und Hürden, aber unsere Crew hat quasi bis zur letzten Minute alles gegeben."

Wie bei Formel 1-Rennen oder sonstigen Grossveranstaltungen wurde im Stadion zudem eine riesige, portable Monitorwand errichtet, eine eigens engagierte TV-Crew sorgte mit einem grossen Stab an Mitarbeitern und zwei eigens organisierten Übertragungswagen für ein "Live-TORC-TV", damit die erhofften Zuschauern auch letzte Details sowie aktuelle Standings auf der Grossbildleinwand verfolgen konnten.

Gekonnt moderierten "Truck-Guru" Klaus-Peter Kessler und "The Voice" Stefan Heinrich (Eurosport) den Event live, hatten dabei nicht nur über jeden Teilnehmer eine passende Story parat, sondern sorgten mit manch flotten Sprüchen auch für extra gute Laune bei den Fans.

Profis engagierte man auch für die Zeitnahme: "Wir haben uns für ein Zeit-Messsystem von TAG Heuer entschieden, eigens für die Veranstaltung wurde eine Software umgeschrieben. Am ersten Tag gab es noch kleine Anlaufprobleme, doch dann lief die Zeitnahme problemlos" so Projektleiter Thomas Holzknecht.

Kurzum, für den 1. Truck Offroad Cup wurde ein gigantischer Aufwand betrieben und sehr, sehr viel Geld bewegt. Fehlten eigentlich nur noch die Zuschauer - und die Teilnehmer. Die Teilnehmer kamen. Knapp 21 Teams - vorwiegend aus dem Truck-Trial-Sport - hatten zur TORC genannt und sich auf den zumeist weiten Weg nach München gemacht. Vom Zwei- bis Vierachser war die komplette Palette vertreten, unter ihnen auch deutsche "Trucksport"-Prominenz wie Udo Heidenreich, Peter Niedergesäss oder Holger Brauwers.

Doch was fehlte, waren die Zuschauer. Die Rechnung der Veranstalter, die TORC auf das letzte Oktoberfest-Wochenende zu legen, ging nicht auf - zudem spielte der 1. FC Bayern in einem Heimspiel - nicht die besten Voraussetzungen für einen neuen Event. Zumindest 3.000 Zuschauer hatte man sich erhofft, wenige hundert wurden es schliesslich. "Es gab einige organisatorische Probleme im Vorfeld, vor allem die Werbung wurde viel zu sträflich behandelt" hiess es seitens der Organisation.

Doch auch ohne Zuschauer liessen sich die angereisten und hoch motivierten Teilnehmer "ihre" sportliche TORC nicht nehmen. "Es ist ein bisschen wie bei Alice im Wunderland" grinste ein Teilnehmer vor dem Start, "ein Riesenaufwand - und wir drehen hier unser eigenes Ding. Aber dafür ist es klasse, die Strecke wurde gut ausgedacht und umgesetzt, wir hatten eine Menge Spass. Vor allem die Kulisse im Olympiastadion ist einmalig."

Artikel vom 08.10.2007, Artikel: marathonrally.com/hs

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