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Transsyberia: Schwarz und Hilger übernehmen die Gesamtführung




Ein stellenweise etwa 50 Zentimeter tiefes Wasserloch hat auf der zweiten Etappe der Transsyberia Rallye 2007 einige Teilnehmer in arge Schwierigkeiten gebracht. Zahlreiche Piloten fuhren ihre Autos bei der Durchquerung fest, zwei Fahrzeuge mussten nach Abschluss der Sonderprüfung ihre Wagen manövrierunfähig den Service-Crews überlassen (wir berichteten). Den Tagessieg holten sich Pikes-Peak-Legende Rod Millen und Richard Kelsey im Porsche Cayenne in 33:32 Minuten vor dem polnischen Fahrerduo Jarek Sliwka und Dr. Andrzej Bryl, das mit fünf Sekunden Rückstand ins Ziel kam. Das Gesamtklassement führen der frühere Rally-Meister Armin Schwarz und sein Co-Pilot Oliver Hilger im Porsche Cayenne an.

In der Nähe der russischen Ortschaft Wjasniki stellten sandige Pisten, Wassserdurchfahrten und eine provisorische Brücke aus Baumstämmen die Fahrer vor teilweise erhebliche Probleme. Der in Führung liegende Spanier Carles Celma und sein deutscher Beifahrer Jörn Pugmeister steuerten ihren Porsche Cayenne Transsyberia ins Wasser, ohne vorab nach einer seichten Stelle zu suchen. In der Mitte des Wasserlochs setzte sich der Wagen fest. Armin Schwarz und Oliver Hilger profitierten vom Fehler des spanisch-deutschen Teams und passierten den festgefahren Porsche. Vom Ufer aus zogen sie anschliessend die Konkurrenten per Seilwinde aus der nassen Falle und setzten sich an die Spitze. Zum Etappensieg reichte es für Schwarz/Hilger dennoch nicht. Der Amerikaner Rod Millen und sein neuseeländischer Beifahrer Richard Kelsey durchquerten das Wasserloch problemlos und fuhren die schnellste Zeit ein. "Das war eine sehr gute Sonderprüfung. Ein guter Test für die Mongolei", sagte Millen im Ziel.

Für zwei Besatzungen hatte die Wasserdurchfahrt gravierende Folgen. Der Porsche von Oliver Schmidt und Thomas König qualmte aus Motorraum und Cockpit, als die Piloten die Ziellinie überfuhren. Die Service-Crew schloss in einer ersten Diagnose am Nachmittag auf einen Motorschaden. Auch Hans Erwin Bauer und Rolf Blaess forderten nach ihrem Zieleinlauf technische Unterstützung an. Das Wasser hatte die Steuerelektronik ihres Mercedes ML 350 lahm gelegt. Am Abend gab es für die Teams Entwarnung. Beide Besatzungen können mit ihren Autos auf die dritte Etappe gehen.

Die morgige Teilabschnitt ist der längste der Transsyberia Rally 2007. Knapp 1.000 Kilometer müssen die 66 Teilnehmer von Kasan nach Ekaterinburg zurücklegen. Dabei überqueren die Teams das Ural-Gebirge und erreichen damit den asiatischen Teil der Rallye. Eine Sonderprüfung findet am Sonntag nicht statt.

Artikel vom 05.08.2007, Artikel: marathonrally.com/hs/Transsyberia

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