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Transsyberia Weblog: Joe & Vito "embedded for marathonrally.com" 7




Sie nennen sich "Joe und Vito", heissen im bürgerlichen Leben Panos Meyer und Birger Veit und starten mit einem Land Rover Defender 90 auf der Transsyberia. In ihrem Weblog [ www.joevito.de ] und auf marathonrally.com berichten beide exklusiv über das, was Sie auf der Transsyberia erleben - und was man sonst nicht erfährt. Hier die neuesten Infos der beiden von der 11. Etappe am Dienstag.

Porsche hilft Team JoeVito

Seit zwei Tagen hören wir ja dieses komische Geräusch von irgendwo unten. Der Wechsel der vorderen Polymerbuchsen hatte leider nicht geholfen, dieses Geräusch wollte nicht verschwinden.

Heute direkt nach dem Start in Richtung Sonderprüfung wurde das Geräusch innerhalb von einer Sekunde ganz ganz laut veränderte sich in ein metallisches, lautes schleifen, direkt unter dem Auto. Vito kommentierte die Situation mit den Worten: "Super, jetzt wissen wir endlich was kaputt ist!" Vollbremsung. Aus dem Auto gesprungen und drunter geschaut.

Unter dem Auto lag eine dicke lange Stange. Das Werkstatthandbuch nennt es Kardanwelle oder auch Gelenkwelle hinten. Reparaturnummer 34.5534.34.33. Am Ende dieser Welle befindet sich eine Art Metallkreuz, unter Profis auch "Kreuzgelenk" genannt. Yes, so eines hatten wir schon mal in unserer Ersatzteilkiste gesehen. Wir standen also in der Mitte der Wüste und musste eine abgerissene Kardanwelle reparieren.

Erstmal cool unter das Auto legen, nur so, dass die Beine rausgucken und mit einem Schraubenzieher gegen das Metall schlagen. So machen die das beim TÜV auch immer. Dabei dann noch so besorgte Geräusche machen oder auch mal ein leises "mmmmhh", gibt der ganzen Szene was unheimlich professionelles.

In unserem Werkstatthandbuch war der Ausbau beschrieben. Eine Reparatur vor Ort schlossen wir erstmal aus. Unser Plan. Wir bauen diese Stange einfach ab und versuchen mit Vorderradantrieb ins Ziel zu kommen. Keine 45 Minuten später hatten wir die erste Kardangelenkdingsbumsstange unseres Lebens ausgebaut und waren unheimlich stolz und richtig dreckig, wie die Profis.

Im Ziel angekommen brauchten wir Hilfe. Aber wen sollten wir fragen? Daniel van Kaan, Ein Beifahrer eines Porscheteams kam uns strahlend entgegen und fragte was los sei. Wir erzählten unsere Geschichte und mit einem Lächeln sagte er "Soll ich euch das kurz machen?" Porsche hilft uns? Unglaublich, aber wahr. Daniel lag keine 3 Minuten später unter unserem Defender und begann die Reparatur. Nach nicht einmal 20 Minuten hatte er die neuen Kreuzgelenke eingebaut und die Kardanwelle ebenfalls montiert.

Ohne die Hilfe von Porsche hätte dieser Schaden für uns das Ende für die noch anstehenden vier Sonderprüfungen bedeutet. Wir wären zwar auf eigener Achse ins Ziel gekommen, aber wir hätten jeden Tag über sieben Stunden Zeitstrafen kassiert. JoeVito sagt also einen riesengrosses Danke an Daniel und an Porsche!

Nachtrag zum Kardanwellenschaden

Die Kreuzgelenke mussten noch über sogenannte Schmiernippel geschmiert werden. Das sind kleine Metallnippel, in die man Fett pumpen kann. Pino, ein Servicetruckfahrer vom Orgateam half uns hierbei. Er hatte eine Fettpresse und wusste wie und wo man ansetzen muss. Hierbei gab es nämlich einen Trick, an die Schmiernippel kommt man nur, wenn man das die Kardanwelle dreht, hierfür muss man das Auto etwas bewegen. Leider hat Pino hierbei seine Sony Digitalkamera unter unseren Reifen liegen lassen. Die Reifen sind heile, die Kamera ist leider kaputt. Wir haben Pino eine neue Kamera versprochen, dass sind wir ihm schuldig. Ähm, sollte jemand von euch einen bei Sony kennen... Danke für jede Spende ;-)

Unser Tag morgen und sonstige News

Morgen geht es auf die längste Sonderprüfung der gesamten Rally. Insgesamt über 400 Kilometer sind zu absolvieren. Es soll extrem matschig und anspruchsvoll werden. Mal sehen, wie viele Autos im Ziel ankommen.

Auch heute hat es wieder zahlreiche Schäden gegeben. Das Team aus Qatar ist ganz ausgeschieden. Das Russisch-Schwedische Team ist mit einem Federbeinbruch liegengeblieben. Die US-Boys sind nicht rechtzeitig ins Ziel gekommen und rechnen sich keine Siegchancen mehr aus. Suzuki 1 (Kurt und Andreas) sind gut durchgekommen, haben jedoch eine angebrochene Radaufhängung, Suzuki 2 (Melina und Alexandra) konnten aufgrund eines gebrochenen Querlenkers nicht ohne Hilfe zum Ziel kommen. Aich diverse andere Teams haben zahlreiche Schäden.

Die Materialschlacht geht weiter und das Gelände fordert seinen Tribut.

Artikel vom 22.07.2008, Artikel: Redaktion/hs/JoeVito

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